Zum Hauptinhalt springen

MSU

Die in der nachfolgenden Satzung verwendeten geschlechtsspezifischen Bezeichnungen gelten für beiderlei Geschlecht.

 

BESCHREIBUNG 

"Wir haben euch zu Völkern und Nationen  werden lassen, damit ihr euch kennenlernt." 

Dieser Vers des Korans beschreibt die Grundwerte  der muslimischen Studierenden Union: Vielfalt und  Toleranz. Unsere Gruppe der MSU setzt sich aus  vielen sowohl jungen als auch engagierten  Menschen zusammen und gemeinsam setzen wir  uns für die muslimischen Studierenden ein. Zugleich  verfolgen wir das Ziel des interreligiösen und  interkulturellen Austausches bzw. Dialogs am  Campus. Diesen Zielen leisten wir Folge durch  diverse interkulturelle Veranstaltungen.

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr 

(1) Der Verein führt den Namen „Muslimische Studierenden Union Stuttgart“. 

(2) Geschäftsjahr ist das laufende Kalenderjahr

 

§ 2 Zweck der Vereinigung 

(1) Der Verein bezweckt die Förderung der Völkerverständigung und Toleranz auf allen Gebieten der  Kultur. 

(2) Diese Zwecke werden insbesondere verwirklicht durch: 

a. Die Durchführung und Organisation interreligiöser Veranstaltungen sowie geeigneter  Seminare, Kurse, und Workshops im Bereich des islamischen Wissens; Unterstützung in der  Errichtung von interreligiösen Gebetsräumen an Fachhochschulen und Universitäten zur  gemeinschaftlichen Ausübung der Religion. 

b. Betreuung und Beratung der Studentenschaft bei der Konzeption und Durchführung  muslimischer Hochschularbeit an der Universität, sowie im persönlichen und  gesellschaftlichen Bereich. Integrationshilfe für muslimische Studierende aus dem  Ausland. 

c. Durchführung und Organisation von Dialogtreffen, Tagungen, Podiumsdiskussionen,  Informationsstände und Konferenzen, sowie projektbezogene Zusammenarbeit mit  Vereinen, Hochschul Vereinigungen und weiter Gruppen und Einrichtungen der Universität. 

(3) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des  Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. 

(4) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht eigenwirtschaftliche Zwecke. 

(5) Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder  erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Mitglieder haben bei ihrem Ausscheiden  oder bei Auflösung des Vereins keinen Anspruch auf das Vermögen des Vereins. Das Vermögen  der MSU fällt bei Auflösung als Spende an eine Hilfsorganisation, die zuvor mit einer Zweidrittelmehrheit bestimmt wurde. 

(6) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch  unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 3 Allgemeine Grundsätze der Vereinsarbeit 

(1) Jedes Mitglied hat die Pflicht, die Interessen des Vereins zu fördern, insbesondere  regelmäßig seine Mitgliedsbeiträge zu leisten und, soweit es in seinen Kräften steht, die  Veranstaltungen des Vereins durch seine Mitarbeit zu unterstützen. 

(2) Der Verein soll seine Arbeit gegenüber seinen Mitgliedern und allen Nichtmitgliedern  möglichst transparent gestalten.

(3) Die Vereinsarbeit ist überparteilich. 

(4) Der Verein achtet und schützt die verfassungsmäßig garantierten Rechte und Freiheiten und  bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. 

(5) Jede Form der Gewaltanwendung oder Aufruf zur Gewaltanwendung als Mittel der  Auseinandersetzung wird vom Verein strikt abgelehnt. Gegensätzliches Verhalten eines  Mitgliedes kann zum sofortigen Ausschluss führen. 

 

§ 4 Organe 

Die Organe des Vereins sind: 

a. Vorstand 

b. Mitgliederversammlung 

c. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit können  "Arbeitsgruppen" zur Wahrnehmung besonderer Aufgaben eingerichtet werden. 

 

§ 5 Vorstand 

(1) Der Vorstand setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen, die alle ordentliche Mitglieder sein  müssen. 

a. Vorsitzender 

b. Stellvertreter 

c. Kassenwart 

d. Beisitzende (bis zu vier) 

(2) Sowohl Vorsitzender als auch Stellvertreter müssen bei Amtsantritt an der Universität  Stuttgart immatrikuliert sein.

(3) Die Mitgliederversammlung wählt den Vorsitzenden und den Stellvertreter jeweils in einem  gesonderten Wahlgang. Ein Bewerber für diese beiden Ämter ist gewählt, wenn er mehr als die  Hälfte der gültigen Stimmen erhält. Erhält kein Bewerber diese Mehrheit, so findet zwischen  den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen aus dem ersten Wahlgang eine Stichwahl  statt.

(4) Kassenwart und Beisitzer werden in einem gemeinsamen Wahlgang mit relativer Mehrheit  gewählt.

(5) Die Vorstandsmitglieder werden für die Dauer von einem Jahr von der Mitgliederversammlung  gewählt. Nach Ablauf der Amtszeit bleiben sie bis zur Neuwahl eines Vorstandes im Amt. 

(6) Wählbar in den Vorstand ist jedes stimmberechtigte Mitglied, welches mindestens 6 Monate  Mitglied der MSU ist. 

(7) Der Vorstand wird für eine Amtsdauer von einem Jahr gewählt. 

(8) Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtsperiode aus, so wählt der Vorstand mit  Zweidrittelmehrheit ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen, das auf  der nächsten Mitgliederversammlung bestätigt werden muss. Scheidet ein weiteres  Vorstandsmitglied aus, kann eine außerordentliche Mitgliederversammlung einen Nachfolger für  die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen wählen. 

(9) Der Vorstand muss neu gewählt werden, wenn dies von zwei Dritteln der Mitglieder auf einer  Mitgliederversammlung verlangt wird. 

(10) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist.  Beschlüsse trifft der Vorstand mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des  Vorsitzenden den Ausschlag. 

 

§ 6 Geschäftsbereich des Vorstandes 

(1) Die Bestätigung der Anträge der neu eintretenden Mitglieder erfolgt durch einfache  Mehrheit des Vorstandes. 

(2) Die Sorge um die genaue Durchführung und die Unterweisung der Satzung an die  Mitglieder obliegt dem Vorstand. 

(3) Die Berichterstattung über seine Aktivität. 

(4) Die Einladung der Mitglieder zu den ordentlichen und außerordentlichen  

Mitgliederversammlungen. 

(5) Die Aufstellung der Tagesordnung für die Mitgliederversammlung. 

(6) Das Festhalten von Anordnungen und Beschlüssen der Mitgliederversammlung.

(7) Die Protokollierung des Austausches mit anderen Hochschul Vereinigungen bzw. mit Behörden. 

(8) Gerichtlich und außergerichtlich wird die Hochschulvereinigung vom Vorsitzenden und dem  Stellvertreter vertreten. 

(9) Der Vorstand kann zur Unterstützung seiner Arbeit Mitglieder mit besonderen Aufgaben der  Vereinsarbeit beauftragen.

(10) Die Pflichten des Kassenwarts sind: 

a. die Zahlungen nach Beschluss des Vorstandes, 

b. das Aufbewahren der Zahlungsquittungen, 

c. die Verantwortung für das Kassenbuch und allgemein für Finanzfragen, 

d. das Führen des Kontos der Hochschulvereinigung und der Portokasse. 

 

§ 7 Beisitzende 

(1) Neben Vorsitzendem, Stellvertreter und Kassenwart sind von der Mitgliederversammlung bis zu  vier Beisitzende zu wählen. 

(2) Die Aufgabe dieser Besitzenden ist es, die Vorsitzenden zu unterstützen, indem sie die ihnen  zugewiesenen Aufgabenbereiche koordinieren. Die Aufgabenbereiche werden vom Vorstand  bestimmt. 

 

§ 8 Mitgliederversammlung 

(1) Die ordentliche Mitgliederversammlung wird durch den Vorstand einberufen und vom  Vorsitzenden oder Stellvertreter geleitet. Sind beide verhindert, so wählt die

Mitgliederversammlung aus ihrer Mitte einen Versammlungsleiter. 

(2) Vor Eintritt in die Tagesordnung kann die Mitgliederversammlung Ergänzungen zur  vorläufigen Tagesordnung mit einfacher Mehrheit beschließen. 

(3) Sie findet mindestens einmal im Semester während der Vorlesungszeit statt. 

(4) Die Mitglieder der MSU sind unter Bekanntgabe der Tagesordnung mindestens drei Wochen  vor dem Tag der Mitgliederversammlung schriftlich (auch per E-Mail) einzuladen. 

(5) Der Vorstand kann eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Er ist hierzu  innerhalb von einem Monat verpflichtet, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder dies  unter Angabe des Zwecks und der Gründe schriftlich (auch per E-Mail) verlangt. In diesem Fall  sind die Mitglieder unter Bekanntgabe der Tagesordnung mindestens eine Woche vor dem  Tag der außerordentlichen Mitgliederversammlung schriftlich (auch per E-Mail) einzuladen. 

 

§ 9 Aufgaben der Mitgliederversammlung 

Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben: 

a. Entlastung des Vorstandes, 

b. Wahl des Vorstandes, 

c. Satzungsänderungen,

d. Beschlussfassung über Anträge des Vorstandes und der Mitglieder, 

e. Beschlussfassung über die Gründung von Ausschüssen und deren Kompetenzen, f. Beschlussfassung über die Aufnahme und den Ausschluss von Mitgliedern, g. Beschlussfassung über die Auflösung der MSU. 

 

§ 10 Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung 

(1) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens 1/4 der Mitglieder  anwesend sind. 

(2) Die Beschlussfähigkeit wird nur auf Antrag festgestellt. 

(3) Wird wegen Beschlussunfähigkeit zum selben Tagesordnungspunkt ein zweites Mal  eingeladen, so ist die Mitgliederversammlung unabhängig von der Zahl der erschienenen  Mitglieder beschlussfähig. 

(4) Jedes Mitglied des Vereins ist antragsberechtigt. 

(5) Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, soweit gesetzliche Vorschriften  oder die Satzung nichts anderes bestimmt. 

(6) Die Art der Abstimmung wird vom Vorstand festgelegt. Die Abstimmung muss geheim  erfolgen, wenn ein Viertel der anwesenden Mitglieder dies beantragt. 

 

§ 11 Ehemalige Mitglieder 

(1) Es gibt höchstens 6 ehemalige Mitglieder. Diese müssen mindestens für 2 Jahre Mitglied des  Vereins gewesen sein und bis dahin ein Amt im Vorstand bekleidet haben. 

(2) Ehemalige Mitglieder werden durch Wahlen in einer Mitgliederversammlung gewählt. Ihre  Amtszeit beträgt 4 Jahre. Bis zur Höchstgrenze von 6 ehemaligen Mitgliedern können jederzeit  Wahlen anberaumt werden um die freien Stellen zu besetzen.

(3) Die Mitgliedschaft als ehemaliges Mitglied endet mit dem Ablauf der Amtszeit, wobei diese  bis zu einer Neuwahl das Amt weiter ausüben. 

(4) Ehemalige Mitglieder können keine Position im Vorstand annehmen und müssen keine  Studenten sein. 

 

§ 12a Aufgaben ehemaliger Mitglieder 

(1) Sie beraten den Vorstand und die Mitglieder in allen Angelegenheiten des Vereins. (2) Sie unterstützen den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. 

§ 12b Rechte ehemaliger Mitglieder 

(1) Um die Aufgaben zu erfüllen haben ehemalige Mitglieder das Recht regelmäßig Einsicht in  die Finanzielle und Verwaltungstechnische Lage zu erhalten. Der Vorstand muss hierfür alle  Vorkehrungen treffen, dass dieses Recht gewährleistet wird.
 

§ 13 Niederschriften 

Über alle Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen ist eine Niederschrift anzufertigen, die  vom Vorsitzenden und einem Vorstandsmitglied zu unterzeichnen ist. 

 

§ 14 STUVUS 

Die muslimische Studierenden Union Stuttgart ist eine von der Studierendenvertretung Universität  Stuttgart (kurz: STUVUS) anerkannten Hochschulgruppe und hat alle Richtlinien der  Studierendenvertretung zu befolgen. 

 

§ 15 Satzungsänderungen 

(1) Für die Satzungsänderungen ist eine 2/3 Mehrheit aller Vereinsmitglieder erforderlich. Über  Satzungsänderungen kann in der Mitgliederversammlung nur abgestimmt werden, wenn auf  diesen Tagesordnungspunkt bereits in der Einladung zur Mitgliederversammlung hingewiesen  und der Einladung sowohl der bisherige, als auch der vorgesehene neue Satzungstext beigefügt  worden war. 

(2) Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden aus formalen Gründen  verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Satzungsänderungen  müssen allen Vereinsmitgliedern alsbald schriftlich mitgeteilt werden. 

(3) Jeder Beschluss über die Änderung der Satzung ist vor dessen Anmeldung beim  Registergericht dem zuständigen Finanzamt vorzulegen. 

 

§ 16 Mitgliedschaft 

(1) Mitglied des Vereins kann jeder werden, der die Ziele des Vereins unterstützt und a. ordentlicher Student der Universitäten der Region Stuttgart,

b. ordentlicher Student der Fachhochschulen der Region Stuttgart oder 

c. Angehöriger der Universitäten oder Fachhochschulen ist. 

(2) Die Aufnahme eines neuen Mitglieds erfolgt durch einen schriftlichen Antrag, über den der  Vorstand entscheidet. 

 

§ 17 Mitgliedsbeiträge 

Die Finanzierung der Hochschulgruppe erfolgt ausschließlich durch Spenden und  Fördermitgliedschaften. Mitgliedsbeiträge können freiwillig in Form von Spenden geleistet werden.
 

§ 18 Ende der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft endet durch

a. Austritt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand
b. Ausschluss
c. Tod

(2) Mitglieder der Hochschulvereinigung können ausgeschlossen werden, wenn sie den Zielen  des Vereins grob und fortgesetzt zuwiderhandeln. 

(3) Der Vorstand beschließt den Ausschluss vorläufig und unterrichtet das Mitglied hierüber. Der  Ausschluss verliert seine Wirksamkeit, wenn er bei der nächsten Mitgliederversammlung nicht  bestätigt wird. 

 

§ 19 Auflösung 

(1) Für den Beschluss, den Verein aufzulösen, ist eine 3/4 Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluss kann nur nach  rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden, wenn  hierzu zwingende Gründe vorliegen oder der Vereinszweck erreicht ist. Die Mitgliederversammlung ist darf hierüber nur bei Anwesenheit von 3/4 der Mitglieder  abstimmen. Dieser Umstand muss zwingend festgestellt werden. 

(2) Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das  Vermögen des Vereins als Spende an eine Hilfsorganisation, die zuvor mit einer  Zweidrittelmehrheit bestimmt wurde.


[Stuttgart, 20.01.2020]